Festool

Group

Die Gesellschaft

Bei Schreinern, Malern, Lackierern, im Holzbau sowie bei vielen Heimwerkern ist „Festool“ ein fester Begriff für professionelle Elektrowerkzeuge. Dabei ist die Festool Group eine Tochtergesellschaft der TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG, die die Anwender in den Handwerksbetrieben nur zum Teil kennen dürften. TTS Tooltechnic Systems ist somit die Holding über einer international tätigen Unternehmensgruppe, die inzwischen über 90 Jahre alt ist, sich aber noch immer in Familienbesitz befindet. Auch an der Unternehmensspitze steht heute noch immer ein Mitglied der Gründerfamilie: Barbara Austel ist Gesellschafterin und Enkelin von Berta und Gottlieb Stoll.

Dieser Gottlieb Stoll ist es, der 1925 zusammen mit seinem Partner Albert Fezer am Fuße der schwäbischen Alb das Unternehmen gründet. Zunächst konzentrieren sich die Unternehmer darauf, Holzbearbeitungsmaschinen zu reparieren. Doch schon wenig später beginnen sie unter dem Namen „Fezer & Stoll“ mit der Entwicklung eigener Werkzeuge für das Zimmereihandwerk und kommen mit der ersten transportablen Kettensäge auf den Markt. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wird aus „Fezer & Stoll“ Festo und das Unternehmen wächst stark, vor allem durch ständige Produktinnovationen. Im Jahr 2000 gliedert Festo dann seine Elektrowerkzeugsparte aus und das neue, unternehmerisch und rechtlich selbstständige Unternehmen TTS Tooltechnic Systems entsteht.

Produkte und Marktbedeutung

Elektrowerkzeuge zu entwickeln, die in kürzester Zeit, mit maximaler Effizienz und gleichzeitig minimaler Belastung für den Körper des Handwerkers arbeiten – das war immer das Ziel der Gründer des Unternehmens und ihrer Nachfolger. So haben im Laufe der 90 Jahre immer weitere Optimierungen und neue Patente dafür gesorgt, dass die Festool Group heute zu Europas führenden Herstellern von Elektro- und Druckluftwerkzeugen im Premiumsegment gehört. Zum Produktportfolio der Marke Festool gehören unter anderem Sägen, Akkuschrauber, Bohrmaschinen, Schleifgeräte, Fräsen und Winkelschleifer für Schreinereien, Zimmereien und Maler.

Unter der Marke Systainer baut das Tochter­unternehmen Tanos außerdem modular aufgebaute Transport- und Aufbewahrungscontainer, die Handwerksbetrieben ermöglichen ihre Geräte professionell zu verstauen und zu transportieren.

Die Gesellschaft TTS Cleantec wiederum hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Absauggeräten spezialisiert, die verhindern, dass Luft und Arbeitsflächen in Werkstätten mit Schleifstaub und Sägespänen verunreinigt werden.

Im Jahr 2016 hat TTS Tooltechnic Systems mehr als 570 Millionen Euro umgesetzt, davon rund 74 Prozent im Ausland. Die Unternehmensgruppe sei „hochprofitabel“, sagt das Unternehmen, veröffentlicht aber keine Zahlen zum Betriebsergebnis.

Standorte und Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigt 2.700 Mitarbeiter in 26 Ländern und ist zusammen mit seinen Partner-Importeuren in insgesamt 68 Ländern der Welt vertreten. 750 Mitarbeiter arbeiten allein im baden-württembergischen Wendlingen, wo seit dem Jahr 2000 der Hauptsitz des Unternehmens ist. Hier sind neben der Unternehmensleistung auch Forschung und Entwicklung, Finanz- und Rechnungswesen, Gebäudemanagement, Recht und IT sowie Marketing, Service, Logistik und der Vertriebsinnendienst angesiedelt.

Gefertigt wird mit 500 Mitarbeitern im nahegelegenen Neidlingen und im tschechischen Česká Lípa im Norden Tschechiens.

Darüber hinaus sitzen am Standort Illertissen die TTS Cleantec, die hier Geräte der Absaugtechnik produziert, und auch das Unternehmen Tanos, das die Systainer-Produkte herstellt.

Karriere bei der Festool Group

Eine Tätigkeit bei der Festool Group, sagt Personalmanagerin Juliane Niemann, gefalle allen, die einen offenen Führungsstil mögen, gerne eigenverantwortlich arbeiten und schnell Verantwortung übernehmen wollen. Ein typischer Karriereweg führt zum Beispiel vom Praktikanten über den Werkstudentenjob bis hin zum Gebietsverkaufsleiter oder mit einer klassischen Ausbildung bis in eine Führungsposition hinein.

Wer bei der Festool Group einsteigt, hat grundsätzlich die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Fachlaufbahn als Experte weiterzuentwickeln, Projektmanager zu werden oder eine Führungslaufbahn anzustreben. Fachlaufbahnen gibt es vor allem in der Forschung und Entwicklung und der Informationstechnologie. Trotz flacher Hierarchien seien die Chancen auf eine der Führungspositionen gut, betont das Unternehmen, denn diese würden am liebsten mit internen Mitarbeitern besetzt.

Im Laufe ihrer Karriere können sich Mitarbeiter innerhalb der Unternehmensgruppe zwischen den Funktionen und den Gesellschaften verändern oder ins Ausland gehen. In einigen Bereichen entstehen auch durch Jobrotation neue Perspektiven.

Neue Mitarbeiter durchlaufen zunächst einige Einführungstage, damit sie sich in der Kultur des Unternehmens schnell zurechtfinden und einen Überblick über die Bereiche und Produkte erhalten. In der Folgezeit werden Nachwuchs- und Führungskräfte jeweils mit speziellen Trainingsprogrammen unterstützt, die sie auf die jeweils nächsten Herausforderungen vorbereiten. Mindestens einmal im Jahr werden diese nächsten Entwicklungsschritte in Gesprächen zwischen Mitarbeiter und Führungskraft festgelegt.

Führungskräfte/Experten

Für Aufgaben in der Produktentwicklung und in der Produktion, aber auch für Produktmanagement, Projektmanagement und Service sucht die Festool Group vor allem Ingenieure, die aus dem Bereich Elektronik, Maschinenbau, der Mechatronik oder einer verwandten Technik-Disziplin stammen. Eine Besonderheit sei, betont das Unternehmen, dass Ingenieure die Möglichkeit hätten, ganzheitlich zu arbeiten. In der Entwicklung beispielsweise betreuten Ingenieure ihr Produkt während der Planungs- und Entwicklungsphase von A bis Z und nähmen dabei Einfluss auf jeden einzelnen Prozessschritt „ihres“ Werkzeugs. Dabei seien sie Teil eines interdisziplinären Teams von Experten aus dem Produktmanagement und der Anwendungstechnik, aus Einkauf, Qualitätsmanagement, Fertigung und Wertoptimierung sowie der Konstruktion und dem Bereich Digitale Technologien.

Junior Professionals und Hochschulabsolventen

Bei Elektroingenieuren, Maschinenbauern, Mechatronikern, ITlern und Wirtschaftswissenschaftlern erfolgt der Einstieg bei der Festool Group in aller Regel direkt in eine der ausgeschriebenen Positionen.

Für Wirtschaftsingenieure und Betriebswirte jedoch, die ein Master-Studium abgeschlossen haben und idealerweise mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Bereich Controlling oder Finanzen mitbringen, bietet das Unternehmen ein internationales Führungskräfte-Traineeprogramm Finanzen an, das auf eine Führungsposition im In- oder Ausland vorbereitet. Es dauert 18 Monate und führt zunächst durch die Controlling-, Steuer- und Personal-Abteilung. Die zweite Phase wird dann in einer Vertriebsgesellschaft im Ausland absolviert. Während der ganzen Zeit übernähmen die Trainees verantwortungsvolle Projekte, sagt die HR-Abteilung, und arbeiteten eng mit dem Vorstand und Führungsteam des Unternehmens zusammen. Begleitet werden die Trainees von einem erfahrenen Mentor, der sie bei der Entwicklung von Führungskompetenzen unterstützt.

Abschlussarbeiten

Schon viele Mitarbeiter seien über eine praxis­orientierte Abschlussarbeit in das Unternehmen eingestiegen, sagt die HR-Abteilung. Etwa 30 bis 40 Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten betreut die Festool Group durchschnittlich pro Jahr. Aktuelle Themenangebote sind auf der Website ausgeschrieben, aber auch für eigenständige Vorschläge der Studierenden ist das Unternehmen offen. Idealerweise definiert der Examenskandidat gemeinsam mit der jeweiligen Fachabteilung ein Thema, das mit aktuellen Fragestellungen aus dem Unternehmensalltag verknüpft ist, sodass die von den Autoren erarbeiteten Forschungsergebnisse und Problemlösungen später auch den Weg in die Praxis finden.

Die Autoren sollten mindestens fünf Monate für ihren Aufenthalt im Unternehmen einplanen und erhalten eine Vergütung. Zusätzlich zahlt die Festool Group eine leistungsabhängige Prämie nach Abschluss der Arbeit.

Praktika und Werkstudenten

Pro Jahr werden rund 80 Plätze an Praktikanten vergeben. Dabei sind studentische Praktika grundsätzlich in allen Fachbereichen möglich, wo dann kleine, abgeschlossene Projekte bearbeitet werden. Auch für Schüler gibt es die Möglichkeit im Rahmen der Berufsorientierung für zwei bis fünf Tage oder auf freiwilliger Basis über die Ferien in das Unternehmen hinein zu schnuppern. Studierende hingegen sollten mindestens vier Monate, besser aber sechs Monate für ihr Praktikum einplanen, das in der Regel zwischen Februar und April oder zwischen August und Oktober startet. Voraussetzung sind gute Noten und bei examensnahen Studierenden auch Erfahrung im gewünschten Bereich.

Neben Praktikanten sind auch Werkstudenten im Unternehmen im Einsatz. Ihre Tätigkeit umfasst in der Regel mindestens acht Stunden pro Woche und sollte mindestens ein Semester dauern. Voraussetzung ist, dass sie bereits erste Praxiserfahrung aus einer Ausbildung oder einem Praktikum mitbringen.

Während Schülerpraktika nicht vergütet werden, erhalten Studierende und Werkstudenten eine marktübliche Vergütung.

Nichtakademische Fachkräfte

Meister aus dem Handwerk, vor allem Schreiner, Zimmerer und Maler sind für die Festool Group wichtige Bindeglieder zwischen der Entwicklung, dem Produktmanagement und dem Kunden. Weil Sie wissen, was der Markt braucht, und die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden aus der Praxis kennen, können sie dem Unternehmen maßgeblich dabei helfen, seine Produkte auf den Kunden und dessen Erwartungen auszurichten. Sie führen als Produkttrainer Schulungen durch, vertreten als Anwendungstechniker die Kundeninteressen in Entwicklungsprojekten und bilden die kommunikative Schnittstelle zu den Händlern.

Azubis / Duales Studium

Ausgebildet werden Informatikkaufleute, Mechatroniker, Elektrotechniker, Industriekaufleute und Fachlageristen. Der nächste Start für die neuen Azubis ist im Herbst 2018.

Wer Ausbildung und Studium kombinieren möchte, kann Wirtschaftsinformatiker werden und an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart einen Abschluss als Bachelor of Science anstreben. Für Kandidaten mit wirtschaftswissenschaftlicher Orientierung gibt es die Studiengänge International Business, BWL-Industrie sowie Dienstleistungs- oder Logistikmanagement, die mit dem Bachelor of Arts abschließen. Zum Bachelor of Engineering hingegen führt das Studium des Maschinenbaus und des Wirtschaftsingenieurwesens. Neben dem Abitur sind dem Unternehmen bei den angehenden Wirtschaftsinformatikern und Wirtschaftsingenieuren gute Noten in Mathematik und Informatik beziehungsweise Physik wichtig. Bei den wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengängen sollte Begeisterung für BWL die Grundlage bilden. Und von allen dual Studierenden wünscht sich das Unternehmen überdies gutes Englisch, persönliche Offenheit und die Fähigkeit zum Teamwork.

Nicht für alle Ausbildungs- und Studiengänge wird jedes Jahr eingestellt. Der Start ist aber jeweils im September; die Bewerbung sollte ein Jahr vorher erfolgen.

Karriere-Faktoren

ja teils nein Info k. A.

Karriere

  • Onboarding-Programm

  • Firmeneigene Akademie

  • Externes Weiterbildungsangebot

  • Mentoring

  • Coaching

  • Frauen-Förderprogramm

  • Auslandsentsendung Langzeit

  • Internationale Kurzzeit-Einsätze

  • Möglichkeit zur Partnerschaft

  • Unterstützung von Dr./MBA/Berufsexamina

Work Life

  • Flexible Arbeitszeiten

  • Teilzeitmodelle

  • Gleitzeit

  • Betriebskindergarten

  • Ad-hoc Kinderbetreuung extern

  • Ferienangebote für Kinder/Familien

  • Tiere im Büro

  • Lebens- und Krisenberatung

Teams / Kommunikation

  • Interdisziplinäre Teams

  • Interkulturelle Teams

  • Frauenanteil an Führungspositionen:

  • Akademikerquote an Belegschaft

  • Unternehmenssprache: Deutsch/teils Englisch

Gesundheit / Ernährung

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

  • Betriebsarzt

  • Betriebssport

  • Fitnessstudio oder Kooperation

  • Betriebsrestaurant

Finanzen

  • Fixe + variable Vergütung

  • Mitarbeiter-Beteiligung (Aktien o. ä.)

  • Firmenwagen

  • Betriebliche Altersversorgung

  • Umzugshilfen

  • Eigenheimbeihilfen

  • Jobticket

  • Essenszuschuss

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