Discussion Forum http://jobguide.de/index.php?id=346 Discussion forum feed en-US ℗ & © Your Organization Thu, 05 Feb 2009 22:47:54 CET TYPO3 v4 CMS Religion & Spirituality Heute über morgen reden http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=40 <p class="bodytext">Jetzt kommen sie wieder, die Zeiten, in denen viele Arbeitgeber Personalmarketing nur betreiben, um nicht ganz von der Bildfläche zu verschwinden. Auf mancher Rekrutierungsmesse werden wir demnächst wieder erleben, dass Unternehmensvertreter ein wenig verschüchtert in ihren viel zu großen Ständen stehen und wenig zu bieten haben, weil bei ihnen eigentlich Einstellungsstopp herrscht. </p> <p class="bodytext">Bewerber macht das sauer: "Warum kommen die denn, wenn sie nichts im Regal haben?" Nun, Arbeitgeber denken im besten Fall über den Tag hinaus. Denn eine Arbeitgebermarke in den Köpfen von Studierenden und Absolventen zu verankern, kostet eine Menge Geld. Und klar ist, dass nach der Krise der Fach- und Führungskräfte-Mangel in voller Schönheit zurückkehrt. Da möchte man jahrelange Aufbauarbeit in Sachen "Employer Branding" nicht wegen eines Jahres über den Jordan gehen lassen: Gerade, wenn die Zeitungen voll sind von schlechten Nachrichten über das eigene Unternehmen, empfiehlt es sich, Flagge zu zeigen, Rede und Antwort zu stehen, mit Ehrlichkeit Vertrauen aufzubauen. </p> <p class="bodytext">Außerdem gibt es mitten im Krisengetümmel neben denen, die nur zum Small Talk da sind, auch jene, denen es vergleichsweise gut geht. Siemens zum Beispiel. Lange Zeit von einer Restrukturierung in die nächste gestolpert und von Skandalen gebeutelt, stellt ordentlich ein. Auch in der Branche der Erneuerbaren Energien wird gesucht, ebenso wie bei den Discountern, die derzeit wachsen wie lange nicht. Und in Ostdeutschland werden händeringend Leute gesucht. Die FAZ berichtete erst kürzlich von Unternehmern, die in Dresden die Pendler am Bahnhof ansprechen und ihnen Jobs anbieten. </p> <p class="bodytext">Und dann gibt es noch die dritte Gruppe von Unternehmen: Die, die von der Krise gebeutelt sind, aber trotzdem einstellen: Auch hier laufen - fast immer - die Nachwuchsprogramme weiter, werden Praktikanten aufgenommen, Hochschulabsolventen eingestellt und duale Studienprogramme angeboten. <br />Auch Bewerber sollten also über den Tag hinaus denken, Gespräche führen, Kontakte halten. Es kann sich sofort oder erst demnächst auszahlen.</p> Thu, 05 Feb 2009 22:47:54 CET http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=40 Heute über morgen reden Praktigesetze auf Eis - ein Segen?! http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=39 <p class="bodytext">8. Januar 2009 - Die von der Regierung geplanten Gesetze zur Regulierung von Praktika sind fürs Erste vom Tisch: Das Arbeits- und das Bildungsministerium konnten sich über die Rahmenbedingungen wieder nicht einigen und gaben das Thema in die Fachausschüsse zurück. Vor den Wahlen wird das wohl nichts mehr. </p> <p class="bodytext">Geplant war, dass Absolventen (! Nicht Studierende) künftig drei Jahre, statt bisher zwei Monate, Zeit haben gegen eine miserable Praktikumsvergütung zu klagen. Darüber hinaus sollten Praktika per Gesetz als Lernverhältnisse festgeschrieben und nur schriftlich geschlossen sowie die Beweislast umgekehrt werden. Unternehmen hätten dann beweisen müssen, dass sie den Hospitanten nicht ausgebeutet haben. Spätestens bei der neuen Drei-Jahres-Frist zog Bildungsministerin Schavan die Reißleine. Das kille Praktika, so ihre Begründung. </p> <p class="bodytext">In der Tat kommt eine DIHK-Umfrage unter 1.100 Unternehmen zu dem Ergebnis, dass die Firmen dann tatsächlich viel weniger Praktika anbieten würden. Besonders abschreckend: die Drei-Jahres-Frist und die Beweislastumkehr, weil sie für unkalkulierbare Risiken und einen hohen Organisationsaufwand bedeuten. </p> <p class="bodytext">Ob solche Gesetze überhaupt gebraucht werden, bleibt eh fraglich: Schließlich ist kein Student und kein Absolvent gezwungen, sich ausbeuten zu lassen. Wer im Praktikum nichts lernt, sollte den Mund aufmachen und sich schlimmstenfalls ein neues suchen - das muss ein Arbeitnehmer schließlich auch tun, wenn er an den falschen Job gerät. </p> <p class="bodytext">Und wer sich auf ein unbezahltes Praktikum einlässt - in einigen Branchen wie in der Werbung, den Medien oder der Architektur ist das ja nicht unüblich - muss dafür sorgen, dass seine Bilanz auf andere Weise stimmt: Weil er irre viel lernt, ein tolles Renommee im Lebenslauf mitnimmt oder einfach einen Fuß in die Tür bekommt. Stimmt die Gleichung auch da nicht, ist es Zeit zu gehen. </p> <p class="bodytext">Erst wenn schwarze Arbeitgeber-Schafe keine Praktikanten mehr finden, die sich ausbeuten lassen, ändert sich echt was. Dazu brauchen wir aber keine neuen Gesetze, sondern mehr Mundpropaganda und mehr Mut bei jedem Einzelnen. <em></em> </p> <p class="bodytext"><em>Quellen: Zeit.de, Spiegel Online, Handelsblatt</em> </p> <p class="bodytext"><em> </em></p> Thu, 08 Jan 2009 11:44:45 CET http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=39 Praktigesetze auf Eis - ein Segen?! Wissen, was läuft - und was eben nicht http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=37 <p class="bodytext">1. Dezember 2008 - Porsche, BMW, Audi, McKinsey, Siemens, PWC & Co.: So oft die Marktforscher vom Trendence Institut in ihrem Absolventenbarometer die Lieblingsarbeitgeber von angehenden Ingenieuren, Kaufleuten oder Informatikern erfragen, finden sich immer die gleichen bekannten Markennamen. Ein bisschen phantasielos, aber soweit noch nicht schlimm. Problematisch wird es aber, wenn diese Absolventen zur Jobsuche aufbrechen und auch wieder nur das gleiche begrenzte Repertoire abklappern. Da feilen Absolventen dann tage- und wochenlang an mustergültigen Bewerbungsunterlagen und beweisen bei der Auswahl der Unternehmen, denen sie ihre Werbeschreiben schicken, eine erstaunliche Realitätsferne: McKinsey sucht Leute mit einer Eins vor dem Komma? Ich hab zwar nur 'ne Drei, aber egal, ich bewerb' mich trotzdem mal. Bei Porsche will man einschlägige Praktika? Hab ich nicht, aber so eng werden die das schon nicht sehen. Für Nestlé braucht man Auslandserfahrung? Sch... drauf. Vielleicht nehmen sie mich ja trotzdem. - Eben nicht! </p> <p class="bodytext">Die Wahrscheinlichkeit als Dreier- oder Schlechter Zweier-Kandidat mit mittelmäßigen Praktika bei den Großen einer Branche zu landen, geht gegen Null. Bei denen bewerben sich genügend Einser-Kandidaten oder Leute mit dem gewissen Extra. Schon bei der ersten Sichtung der Unterlagen fällt man dort durch den Rost. </p> <p class="bodytext">Nicht, dass es ehrenrührig wäre, ein mittelmäßiges Studium hinzulegen, einige Semester mehr zu brauchen oder bei den Praktika geschludert zu haben. Aber es ist Unsinn, das zu ignorieren und die Bewerbungsstrategie nicht darauf einzustellen. Warum Geld, Energie und Hoffnung in Bewerbungen investieren, die ohnehin zurückkommen? Warum auf dem Absolventenkongress in der ellenlangen Accenture-Schlange rumstehen, statt das Gespräch mit Unternehmen zu suchen, die man noch nicht kennt? </p> <p class="bodytext">Wie sagte meine Mutter immer, wenn ich mal wieder beim aktuellen Klassenschwarm abgeblitzt war? Kopf hoch, andere Mütter haben auch schöne Söhne. Man muss sie nur auf der richtigen Party suchen.</p> Mon, 01 Dec 2008 19:18:55 CET http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=37 Wissen, was läuft - und was eben nicht Welche Sicherheit, bitte? http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=35 <p class="bodytext"><em>4. November 2008 </em>- Sicherheit ist für Studierende das wichtigste Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers - wichtiger als Karriere, Internationalität, Gehalt und auch wichtiger als die Weiterbildungsmöglichkeiten. Zu diesem Ergebnis kam die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in einer Befragung von Studierenden, die noch vor der heißen Phase der Finanzkrise erhoben wurde. Unter Sicherheit, meint Steffen Laik, Head of Human Resources bei Ernst & Young im Interview mit Jobguide (siehe <a href="http://jobguide.de/index.php?id=468" target="_blank" class="external-link-new-window" >Video</a>), dass Studierende sich beim Arbeitgeber einen "Heimathafen" erhoffen, von dem aus sie ihre weitere Karriere entwickeln können.<br /><br />Zum Zeitpunkt der Erhebung - im Juni dieses Jahres - gingen noch 86 Prozent der 5.000 Befragten davon aus, zügig eine Anstellung zu finden, die ihren Erwartungen und Qualifikationen entspricht: "Die sind sehr selbstbewusst", stellt Laik fest, und wundert sich, dass trotz dieser großen Zuversicht doch Sicherheit so wichtig ist.<br /><br />Die Frage ist allerdings auch: Was stellen sich die Befragten unter Sicherheit vor? Und wo hoffen sie, die zu kriegen? Im Moment scheint kein Wirtschaftszweig von den Folgen der Finanzkrise vollkommen verschont zu bleiben. Und auch Unternehmen, die noch nichts spüren, wie etwa Linde, treten vorsorglich auf die Kostenbremse. Und andere, wie Siemens, haben auch in guten Jahren kontinulierlich Jobs abgebaut in Deutschland. Selbst der öffentliche Dienst bietet sich als sichere Insel nicht mehr an wie früher. Sicherheit kann da auf die Dauer nur jeder in sich selbst finden: durch eine gute Ausbildung, viel Energie, Engagement, bedingungslosen Einsatz. Ziemlich altmodisch, leider - und in Krisenzeiten nicht immer ideal vereinbar mit dem Bedürfnis nach Work-Life-Balance, das hinter Sicherheit den zweiten Platz belegt auf der Skala der Befragten. <a href="http://www.ey.com/Global/content.nsf/Germany/Presse_-_Pressemitteilungen_2008_-_Studentenstudie" target="_blank" class="external-link-new-window" >Hier geht's zur Studie</a>. </p> Tue, 04 Nov 2008 16:30:42 CET http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=35 Welche Sicherheit, bitte? Lasst Indianer auch Karriere machen! http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=33 <p class="bodytext"><em>8. Oktober 2008 -</em> Warum um Himmels willen gibt es bloß so viele schlechte Chefs? Eine Frage, die sich wohl jeder Berufstätige früher oder später mal stellt. Die Antwort auf diesen Stoßseufzer ist ebenso simpel wie tragisch: Weil hierzulande "Karriere machen" und viel Geld verdienen eben bedeutet, Häuptling zu werden. Zwei Drittel aller Ingenieure in einer Fachposition zum Beispiel, so schreibt die FAZ, verdienen zwischen 60.000 und 90.000 Euro. Ihre Technikkollegen dagegen, die auch noch ein Team führen, werden mehrheitlich viel besser bezahlt: Mehr als die Hälfte der Ingenieure im Führungsjob rangiert jenseits der 90.000 Euro. Ergo wollen alle auf Biegen und Brechen Häuptling werden. </p> <p class="bodytext">Die Unternehmensberatung Towers Perrin hat dieses Dilemma jüngst in einem internen Interview thematisiert. Towers Perrin-Partner Jörg-Peter Domschke merkt hier an: "Viele fachlich talentierte Ingenieure folgen oft gezwungenermaßen einer Führungskarriere, obwohl sie selbst wissen, dass dies nicht ihr Weg ist." Leider fehle, sagt Domschke, in vielen Unternehmen für Ingenieure die Karrierealternative einer Fachlaufbahn, die ohne Personalverantwortung auskommt und trotzdem Aufstiegschancen bietet.<br />Die Folge: Das Unternehmen verliert einen guten Ingenieur und bekommt eine schlechte Führungskraft - und Untergebene, die darunter leiden. </p> <p class="bodytext">Warum sich so viele Unternehmen seit Jahrzehnten eine solche Ressourcenverschwendung leisten und nicht aktiver an innovativen Fach- und Projektlaufbahnen feilen, bleibt ein Rätsel. Immerhin scheint es im Zuge des War for Talent und der demografischen Entwicklung ein Umdenken zu geben. Immer mehr Unternehmen, wie jüngst der Stahlhersteller Salzgitter, bauen spezielle Expertenlaufbahnen für Ingenieure auf. </p> <p class="bodytext">Ein Angebot, das eigentlich nicht nur für Ingenieure gelten sollte. Denn auch BWLer sind nicht zwangsläufig begnadete Führungskräfte. Beide werden sich jedenfalls unter einem guten Häuptling viel engagierter in den Kampf stürzen als in eine eigene Führungsrolle, die ihrem Naturell nicht entspricht. </p> Wed, 08 Oct 2008 18:08:14 CEST http://jobguide.de/index.php?id=346&tx_wecdiscussion[single]=33 Lasst Indianer auch Karriere machen!