Im europäischen Vergleich zwar eher moderat ausgeprägt, ist das regionale Gefälle bei den hiesigen Einkommen aber dennoch ein Faktor, den man bei Gehaltsgesprächen im Hinterkopf haben sollte. Denn: Wer sich bei einem Wechsel "vom Land" in eine Hochpreisstadt wie München, Düsseldorf oder Frankfurt zu billig einkaufen lässt, kriegt später Probleme mit der Finanzierung seines Alltags.
Grundsätzlich gilt: Im Süden wird besser bezahlt als im Norden, im Westen besser als im Osten und in der Stadt mehr als auf dem platten Land. Zu den Bestzahler-Gegenden gehören München, das Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt und die Region Köln-Düsseldorf. Hier gibt es zehn bis 20 Prozent mehr als im Bundesschnitt. Ebenfalls noch leicht überdurchschnittlich zahlen Unternehmen in Stuttgart und Hamburg. Im Ruhrgebiet und den anderen Weststädten wird es schon leicht unterdurchschnittlich. Schon rund fünf Prozent unterm Schnitt gibt?s in der deutschen Bundeshauptstadt und deutliche Abstriche müssen Arbeitnehmer in Ostdeutschland hinnehmen: Sie verdienen trotz Großstadtbonus in Dresden, Leipzig und Halle gut 15 Prozent weniger als der Durchschnitt. Bei allen nachfolgenden Gehaltsangaben handelt es sich um Durchschnittsgehälter. Die tatsächlichen Gehälter können aufgrund unterschiedlichster Faktoren deutlich nach oben oder unten abweichen.