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Hochschulabsolventen

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Viel Verhandlungsspielraum haben Berufseinsteiger im Bewerbungsgespräch nicht. Unternehmen hegen recht genaue Vorstellungen, innerhalb welcher Preisspannen sie ihre Kandidaten einkaufen wollen.

Mit der Berufserfahrung wächst das Einkommen zügig. So steigt nach einer Kienbaum-Studie das durchschnittliche Absolventeneinstiegsgehalt von 45.000 Euro für eine Stelle in Forschung und Entwicklung binnen weniger Jahre auf 77.600 Euro für eine erfahrene Fachkraft.

Nach einer Umfrage der Vergütungsberatung Personalmarkt schätzen über ein Drittel aller Bewerber um eine Stelle den vorgesehenen Gehaltsrahmen falsch ein. Wer mit seinen Forderungen um 20 Prozent zu hoch oder etwa 40 Prozent zu niedrig einsteigt, scheidet für das Unternehmen als unrealistisch aus.

Auch wenn es ungemütlich ist, sollten Bewerber im Gespräch keinen Eiertanz veranstalten, wenn es um Gehaltswünsche geht. Wer das Thema auch im zweiten Gespräch noch verschämt ausklammert oder bis zur Vertragsunterzeichung um genaue Vorstellungen herumlaviert, verärgert Personaler und riskiert die Absage. Unternehmen erwarten klare, gut begründete Ansagen, die zeigen, dass der Bewerber sich informiert hat und seinen realistischen Wert kennt. Bei souveränen, zugkräftigen Argumenten kann auch mal eine überdurchschnittliche Forderung diskutiert werden.

Bewerber sollten im Gehaltsgespräch klären, wie sich die Summe zusammensetzt, da  es hier keine einheitliche Sprachregelung gibt: Zwölf Monatsgehälter zuzüglich Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Zulagen? Oder alles inklusive? Ein Missverständnis kann leicht ein paar Tausend Euro pro Jahr kosten.

Im ersten Berufsjahr fallen variable Gehaltsbestandteile wie Prämien oder Bonuszahlungen noch eher gering aus, außer möglicherweise bei Marketing- und Vertriebsjobs. Aber ab dem zweiten Jahr etablieren sich immer mehr variable Vergütungsbestandteile, die nur bei Erreichen einer bestimmten individuellen oder Unternehmensleistung gezahlt werden.

Hochschulabsolventen können nicht darauf hoffen, dass durch Auslandserfahrung oder ein halbes Dutzend Sprachen das Gehalt höher ausfällt. Sowas erhöht lediglich die Chancen, für den Job in Frage zu kommen.

Nach wie vor ist ein Uni-Diplom den Unternehmen ein Schippchen - rund drei bis fünf Prozent - mehr wert als ein FH-Abschluss. So starten laut einer IG Metall-Studie Absolventen der Informatik und der Ingenieur- und Naturwissenschaften mit einem Uni-/Master-Diplom mit durchschnittlich 43.000 Euro ins Berufsleben, während ein FH-Zeugnis 2.000 Euro weniger bringt. Die Unterschiede nehmen in den letzten Jahren aber rapide ab. Masterabschlüsse werden vom Gros der Unternehmen finanziell wie ein Diplom eingestuft. Der Bachelor wird sehr unterschiedlich gehandhabt, liegt meist aber irgendwo zwischen FH und Diplom. Mehr Gehalt - einige Tausend Euro im Jahr - gibt es für einen Doktortitel, sofern er im Job Vorteile bringt (Managementpositionen) und nicht ohnehin essenziell für den Beruf ist (Ärzte oder Chemiker).

Bemerkenswert ist derzeit eine Entwicklung, bei der die Gehaltsschere bei Neueinstellungen immer weiter auseinandergeht. So verdienen die besten fünf Prozent eines Absolventenjahrgangs nach einer aktuellen Kienbaum- Untersuchung je nach Branche deutlich mehr als ein Durchschnittsabsolvent: 7.000 Euro pro Jahr ist das High-Potential-Sonder-Schippchen schwer. Bringt ein solch Hochqualifizierter auch noch einen "Dr." mit, ist das den Unternehmen 5.000 bis 10.000 Euro im Jahr zusätzlich wert, ein MBA wird auch noch mit immerhin 5.000 Euro im Jahr extra belohnt.

Heinz Nixdorf Programm bietet Stipendien für Asien. Führungsnachwuchskräfte bewerben sich bis 30.9. unter www.inwent.org/portal/ins_ausland

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